Uefter Landwirt plant riesigen Hähnchenmastbetrieb

Der Ortsteil Uefte entwickelt sich zum niederrheinischen Zentrum für die Geflügelzucht und -mast. Nach den Betrieben Möllmann und Wilkskamp möchte ein weiterer Uefter im großen Stil in diesen Produktionszweig einsteigen.

Gegenüber dem bestehenden Hof Schulte-Bocholt soll auf der anderen Straßenseite eine vom bestehenden Betrieb völlig unabhängige Broilermastanlage mit 39 900 Mastgeflügelplätzen errichtet werden.

Gegenüber dem bisherigen Rindermast- und Bullenmastbetrieb Schulte-Bocholt soll in der Flur 13 auf dem Flurstück nördlich der Overbecker Straße eine vom bestehenden Betrieb völlig unabhängige Broilermastanlage entstehen. Einen entsprechenden Antrag auf Erteilung einer Genehmigung nach Paragraf 4 des Bundesimmissionsschutzgesetzes hatte die Firma “S & B Schulte-Bocholt GbR” am 18. Februar 2008 dem Kreis Wesel vorgelegt.

“Unser bisheriger Betrieb bleibt bestehen”, erläuterte Sarah Schulte-Bocholt , die amtierende rheinische Kartoffelkönigin, im Gespräch mit der Dorstener Zeitung. Mit ihrem Vater Bernhard werde sie einen völlig neuen Betrieb gründen, “um in der Landwirtschaft zukunftsfähig zu bleiben.”

Der Kreis Wesel hat auf die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet. Eine solche Prüfung wäre für einen Betrieb zur Aufzucht von Mastgeflügel bei einer Tierplatzzahl von 30 000 bis 40 000 Tieren nur dann erforderlich gewesen, wenn das Vorhaben nach Einschätzung der zuständigen Behörde “erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann.”

Wie der Kreis Wesel mitteilt, “hat die standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalles ergeben, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen durch Errichtung und Betrieb der Geflügelmastanlage nicht zu erwarten sind.” Die Schulte-Bocholt GbR plant eine Mastanlage mit 39 900 Geflügelplätzen.