Neue Pläne für früheren Strom-Turm

Auf den Turm gekommen ist Ilke Üffink über einige Jagdkollegen. Als sie davon hörte, dass die RWE ausgemusterte Trafohäuschen verkauft, war die Friseurmeisterin aus Rhede gleich interessiert. „Ich fände es schade, wenn die alle abgerissen würden“, sagt Üffink.

Sie suchte sich einen Turm aus, schrieb ein Konzept und seit ein paar Tagen nun besitzt sie eine eigene Turmstation. Einen symbolischen Euro hat sie dafür bezahlt und den Vertrag mit der RWE offiziell beim Notar unterzeichnet.

Das hohe schmale Häuschen in der Schermbecker Bauernschaft Üfte diente der RWE viele Jahre als „Transformatoren-Stationsgebäude“, wie es offiziell heißt. Seitdem der Energiekonzern verstärkt Freileitungen verkabelt, werden immer mehr dieser Trafo-Häuschen überflüssig. Von den rund 110 Exemplaren am Niederrhein werde die RWE voraussichtlich 50 außer Betrieb nehmen, sagt Michael Sonfeld, vom Netzservice Rhein-Ruhr.

Wann genau die Turmstation „Arte-Üfte“ am Forsthausweg in Schermbeck eröffnet wird, weiß Ilke Üffink noch nicht. Eines plant sie indes schon: Wenn es soweit ist, möchte sie eine Radtour von Rhede nach Üfte organisieren.


SABINE HECKER, Borkener Zeitung, 27.05.2011
Quelle: http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_borken/rhede/