Neue Feldspiele kommen gut bei Kindern an

Mit einem neuen Konzept warteten die 20. “Feldspiele” der Interessensgemeinschaft der Schermbecker Landwirte in diesem Jahr auf. “Mehr Spiel- und Wettbewerbscharakter” habe man nun integriert, sagte deren Sprecher Eduard Kolkmann-Bohms. So manche Aufgabe war ziemlich knifflig.

Bei den 19 Feldspielen zuvor waren Landwirte aus den sechs Ortsteilen mit jeweils einer halben Klasse der beiden Grundschulen zweieinhalb Stunden durch Schermbecker Flure marschiert und hatten die Pflanzen- und Tierwelt erklärt.

Dabei die Aufmerksamkeit der Schüler während der gesamten Zeit aufrecht zu erhalten, sei schwierig gewesen, gibt Kolkmann-Bohms zu.

Gemeinsam mit den Lehrerinnen wurde nun ein Stationslauf erarbeitet. An fünf Stationen, verteilt über eine Strecke von rund einem Kilometer, erklärten die Landwirte den Kindern Wissenswertes über Wildkräuter, Ackerpflanzen, Getreidesorten, Kartoffeln und Kühe.

Im Stile der Kindersendung “Eins, zwei oder drei?” wurden regelmäßig Fragen gestellt, die von den Schülern durch richtiges Aufstellen beantwortet werden mussten. Die beste Klasse erhielt am Ende einige Malbögen mit landwirtschaftlichen Motiven.

Bei den Fragen gab es durchaus unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. “Wir müssen die Milch ja irgendwie aus der Kuh rauskriegen”, sagte Eckhardt Holloh. “Möglichkeit 1: Der Bauer stellt einen Eimer unter das Euter und redet der Kuh gut zu. Möglichkeit 2: Der Bauer benutzt eine Melkmaschine. Möglichkeit 3: Der Bauer pumpt am Schwanz.”

Klar das hier alle Schüler die Antwort wussten. Wie viel Milch eine Kuh aber am Tag gibt, konnten nur drei Jungs aus der Maximilian-Kolbe-Schule beantworten (25 Liter).

Mehr Verständnis für landwirtschaftliche Abläufe wolle man bei künftigen Verbrauchern so herstellen, sagte Kolkmann-Bohms: “Im letzten Jahr haben wir einen Jungen etwa davon überzeugt, dass Damwild nicht nur aus Damm kommt.”


Berthold Fehmer, Dorstener Zeitung, 30.06.2011
Quelle: http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/schermbeck/Neue-Feldspiele-kommen-gut-bei-Kindern-an;art4250,1333703