Investoren planen eine Biogas-Anlage in Rüste

Die Pläne für eine Biogas-Anlage in Rüste in der Nähe der Gärtnereien-Siedlung (Stadtgrenze zu Dorsten) verfolgen die Investoren schon länger.

Sie haben ein Grundstück im Rüster Feld gekauft, auf dem die 500 kW-Anlage entstehen soll. Am Mittwoch, 6. April, wollen sie über ihr Projekt informieren.

Foto: bioenergiexanten.de

Foto: bioenergiexanten.de

An diesem Tag stellen die Investoren, Landwirte aus dem Bereich, technische Da­ten, Skizzen und die genaue Lage der geplanten Anlage vor. Um einen konkreten Eindruck von dem Projekt gewinnen zu können, laden die po­tenziellen Bauherren Anwohner und Interessierte zu einer Besichtigung in Rhade ein.

Dort steht auf dem Hof Heßling eine vergleichbare Anlage, die im Dorstener Norden eine Schule, einen Drogeriemarkt und ein Seniorenheim mit Nahwärme versorgt. „Die Leute sollen sich selbst ein Bild machen“, beschreibt Richard Kass für die Investoren die Idee. Das Treffen zu dieser Informationsveranstaltung und zu dem Betriebsbesuch findet vor­aussichtlich um 18.30 Uhr auf dem Hof Aldenhoff statt. An Details der Präsentation wollen die Investoren noch arbeiten, schließlich kam der Info-Termin sehr kurzfristig zustande. Am Sonntag treffen sich die Anlieger um 17 Uhr bei Familie Schäfer, Rüster Weg 96.

„Das ist eine ganz normale Anlage, nichts Großes“, versichert Kass. Zudem werde diese die Anlieger nicht stören, „von ihnen sind wir ganz weit weg“. Abnehmer der Wärme sollen die Gärtnereibetriebe sein. „Ein tolles Konzept“, sind die Geldgeber überzeugt. Entschieden ist noch nichts. Die umfangreichen Bau- und Planungsunterlagen liegen derzeit beim Kreis Wesel, der etliche Fachgutachten verlangt.
Durch Zufall davon erfahren

Nicht grundsätzlich gegen die Anlage ist Anja Schäfer, die mit ihrer Familie am Rüster Weg wohnt. Rund 20 Häuser stehen in diesem Gebiet. Allerdings übt sie deutliche Kritik an der Größe der Anlage und vor allem am Standort. Eine Sorge: Die Anlieferung des Materials zur Anlage über die B 58 sei viel zu gefährlich. Zu­dem ärgert sie, dass das Projekt bisher „hinter vorgehaltener Hand“ gelaufen sei. Durch Zufall vor rund zwei Wochen aufmerksam geworden, habe sie beim Kreis Wesel angefragt und dort erfahren, es liege ein Antrag für das Rüster Feld vor. Die Anlieger wollen das Info-Angebot nutzen – vor allem, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.


Andreas Rentel, DerWesten, 31.03.2011
Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/schermbeck/Investoren-planen-eine-Biogas-Anlage-in-Rueste-id4488056.html