Geschäftiges Treiben am Drievweg in Schermbeck

Das Insolvenzverfahren gegen das einstige Schermbecker Tiefkühlcenter ist eingestellt worden. Zwei Firmen haben sich hier angesiedelt

Foto: Markus Joosten

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Es gab Gammelfleisch, Brandstiftung, Insolvenzen. Am Drievweg in Üfte war in der Vergangenheit einiges los, doch mittlerweile ist Ruhe und Frieden eingekehrt. Das bis vor kurzem laufende Insolvenzverfahren gegen das ehemalige Schermbecker Tiefkühlcenter ist im Januar eingestellt worden. Bei der Schlussverteilung ging es noch um 25 000 Euro. Der damalige Geschäftsführer hat am 16. Oktober 2007 Insolvenzantrag gestellt. Doch was hat sich seitdem am Drievweg getan? Was ist mit den Hallen des Tiefkühlcenters geschehen?
Positive Geschäftsentwicklung

Seit Anfang 2010 hat sich die Firma BWR am Drievweg niedergelassen. Die rund 25 Mitarbeiter arbeiten in ganz Nordrhein-Westfalen im Bereich Garten- und Landschaftsbau, Erdbewegung, Rückbau und Transporte. Der Firma steht eine Fläche von zirka 19 500 Quadratmetern zur Verfügung, hier befinden sich Lagerplätze für Pflanzen, Boden und Baustoffe. Außerdem sind in den ehemaligen Hallen des Schermbecker Tiefkühlcenters Baumaschinen, Transporter und Geräte untergestellt. Vorher, seit 1998, war das Gartenbauunternehmen BWR auf dem Hof Rittmann in Üfte-Overbeck angesiedelt. Dort hat die Firma sich pudelwohl gefühlt, allerdings sind Gebäude und Gelände irgendwann zu klein geworden. Und so zog BWR um, um seine positive Geschäftsentwicklung weiter voran zu bringen. Hier am Drievweg herrschen nahezu logistische Bedingungen, meinte Christian Werner von BWR. Die Firma nutzt den Platz gut aus, zu groß ist das Gelände nicht.

Außerdem ist am Drievweg die Spedition Timeflextrans untergebracht. Sie erhielt bei der Zwangsversteigerung im Dezember 2011 den Zuschlag und kaufte die Hallen für 440 000 Euro. Das Speditionsunternehmen verfügt über rund 40 Fahrzeuge und ist sowohl national als auch international tätig.

Ursprünglich gehörte die Fläche samt Hallen der Ei-Firma Reinken. Die Firma hatte sich nach einem Brand, der damalige Junior-Chef hatte den Auftrag gegeben, das Feuer zu legen, nicht mehr erholt. Sie meldete Insolvenz an, 38 Mitarbeiter verloren ihre Arbeit.

Nachdem der Betrieb der Eiproduktionsfirma eingestellt worden war, siedelte sich später das Schermbecker Tiefkühlcenter am Drievweg an. Doch nachdem hier im Jahr 2007 eine große Menge verdorbenes Putenfleisch entdeckt worden war, verlor der Betrieb schließlich die Zulassung.


Denise Ludwig, WAZ, 05.03.2014
Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wesel-hamminkeln-und-schermbeck/geschaeftiges-treiben-am-drievweg-in-schermbeck-id9076163.html