Geplante Wildschutzanlagen sollen Unfälle vermeiden

25 Wildunfälle gibt es jährlich an der B 224 zwischen Freudenberg und Erle. “Die wollen wir möglichst gegen Null fahren”, sagt Gerhard Klesen (RVR). Eine neue elektronische Wildwarnanlage zwischen dem Rhader Weg und dem Forsthausweg soll dabei helfen.

Doch damit nicht genug: Entlang des gesamten Teilstücks der Bundesstraße durch die Üfter Mark zwischen der Freudenberg-Kreuzung bis zur Kreuzung Brannenschnede/Hatkamp in Erle soll ein Wildschutzzaun aufgestellt werden. An fünf Zuwegungen werden Gitterroste als Wildsperre installiert, fünf weitere Tore sind mit Selbstschließvorrichtungen vorgesehen.

„Das wird 400.000 Euro kosten“, schätzt Gerhard Klesen. Finanziert wird das Ganze aus Konjunktur-Paket II-Bundesmitteln „zur Wiedervernetzung von Lebensräumen“. Der RVR-Mann erklärt: „Damit wollen wir den Gen-Austausch der jeweiligen Rotwild-Populationen westlich und östlich der Bundesstraße fördern.“

Vor allem in der Brunftzeit wandern die Tiere bis zu 50 Kilometer am Tag. „Da kommt es immer wieder zu Unfall-Situationen“, so Klesen.
„Die Geräte reagieren auf Bewegung und Temperatur.“ Heißt: Gerät ein Tier in den Erfassungsbereich eines Sensors, schickt dieser einen Impuls an die zentrale Steuerung.

„Dann blinkt für die Autofahrer auf dem Display der Schilder das Schild ,Achtung Wildwechsel‘ und die Geschwindigkeitsbegrenzung 50 km/h auf“, so Klesen. Die Anlage wird auf einer Länge von 400 Metern installiert, im Bereich des Hauptwildwechsels. Klesen hofft, dass die Ausschreibung zügig erfolgen kann, damit die Bauarbeiten noch im August beginnen können.

Die Wildwarnanlage ist als Ergänzung zur Grünbrücke gedacht, die nicht weit entfernt derzeit über die A 31 gebaut wird. Laut einer Vorlage für den Schermbecker Umwelt- und Planungsausschuss, der sich in der kommenden Woche mit dem Thema beschäftigt, sollen bis Ende November sämtliche Arbeiten für die Wildwarn-Vorrichtungen entlang der B 224 möglichst abgeschlossen sein.


Michael Klein, Dorstener Zeitung, 07.03.2011
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/dorsten/Geplante-Wildschutzanlagen-sollen-Unfaelle-vermeiden;art914,1211585