Feuer in Frischei-Fabrik: Gericht verhängt Haftstrafen

Urteile im Prozess um den verheerenden Brand in der ehemaligen Schermbecker Frischei-Fabrik: Das Landgericht Duisburg hat am Mittwoch den Ex-Juniorchef (28) des Unternehmens zu drei Jahren Haft verurteilt. Der mitangeklagte Vater (69) seiner Ex-Freundin wurde sogar mit insgesamt sechseinhalb Jahren Haft bestraft.
Die Eierfabrik war Ostern 2003 in Flammen aufgegangen und schwer zerstört worden. Der damalige Juniorchef hatte schließlich gestanden, den 69-jährigen Mitangeklagten beauftragt zu haben, das Feuer zu legen. Der Mitangeklagte blieb dagegen bis zum Schluss dabei, dass er mit dem Feuer nichts zu tun habe. Entsprechend beantragte sein Verteidiger im Plädoyer auch einen Freispruch. Geständnis bringt milde Strafe

Die Richter sind jedoch davon überzeugt, dass sich alles so abgespielt hatte, wie es ihnen der Ex-Juniorchef der Eierfabrik berichtet hatte. Diesem Geständnis habe der 28-Jährige auch seine relativ milde Strafe zu verdanken, hieß es in der Urteilsbegründung. Darüber hinaus dürfe sich der Schermbecker berechtigte Hoffnungen darauf machen, die Haftstrafe möglicherweise im offenen Vollzug verbüßen zu dürfen.