Ehrenamtsmedaille für Maria Möllmann

Mit der Ehrenamtsmedaille ist Maria Möllmann in der Ratssitzung am Mittwoch ausgezeichnet worden.

Als “Mutter der Üfte-Overbecker Volkstanzgruppe” bezeichnete sie der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski in seiner Laudatio. Seit 50 Jahren engagiere sie sich in der Gruppe: “Wenn man sie so sieht, glaubt man ja kaum, dass sie überhaupt so alt ist.”
Von ihr, so Bikowski, stamme der Spruch: “Wer in Üfte lebt, tanzt auch.”

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Foto: R. Dahlhaus

Dass das so ist, daran hat Möllmann sicherlich ihren Anteil. Nicht nur zu wiederkehrenden Anlässen, wie etwa dem Aufhängen der Erntekrone, und des Maikranzes ist die Tanzgruppe zur Stelle. Beim Üfter Trachtenschützenfest, das alle fünf Jahre wiederkehrt, “wird wochenlang vorher geprobt, was die Beine hergeben”, so Bikowski.

Rund 80 Tanzpaare, von der Kindergruppe bis zu den Erwachsenen, sind derzeit in der Gruppe aktiv. Und die hat Möllmann gut im Griff: So habe sie etwa durchgesetzt, dass der Probenbeginn auf 19.30 Uhr vorverlegt wurde, damit man nach dem Austausch von Neuigkeiten, “andere sagen auch Dorftratsch”, um 20 Uhr pünktlich mit dem Proben anfangen könne, so Bikowski.
Wobei die Proben in der Regel auf dem Hof von Möllmann stattfinden: Dort lernen die Tanzpaare nicht nur Webertanz, Nagelschmied oder Rheinländer, “sondern auch das Fliegen, im Fliegertanz”, so Bikowksi.

Möllmann zeigte ihre Freude über die Auszeichnung. Und war völlig verblüfft, als plötzlich ein Dutzend ihrer Tänzerinnen in Trachten im Ratssaal erschien, um sich persönlich bei ihr zu bedanken.

“Viele haben gesagt: Volkstanz ist schon lange nicht mehr in”, so Möllmann. Sie freue sich aber darüber, dass es immer noch viele Tänzer und Tänzerinnen gebe, die sich für Volkstanz begeistern könnten.