Asylbewerberheim – Unterschriftenliste

250 Unterschriften haben die Gegner des geplanten Anbaus an das Asylbewerberheim in Üfte bereits gesammelt.

„Wir haben dabei gemerkt, dass der Informationsbedarf in der Bevölkerung noch sehr hoch ist“, sagt Manfred Baumeister, Sprecher der Anbau-Gegner. Von Haus zu Haus, Straße zu Straße sind die Gegner in Üfte, Overbeck und Altschermbeck gegangen, haben Informationsblätter verteilt und auf ihr Anliegen hingewiesen.

100722_uefter_schule_luftbild

Ziel ist, den von der Gemeinde geplanten Anbau an das Asylbewerberheim in Üfte (ehemalige Schule) für potenziell 30 weitere Asylbewerber und Obdachlose zu stoppen, von dem sich die Anwohner in Üfte durchaus überrumpelt fühlen, wie Manfred Baumeister sagt.

„Wir als Anwohner haben davon zu spät erfahren – viele Menschen, die etwas weiter drumherum wohnen, haben überhaupt nichts mitbekommen“, so Baumeister. Auf die Berichterstattung sei er in den vergangenen Tagen von vielen Menschen etwa aus dem Weseler Wald oder Dämmerwald angesprochen worden, die zum ersten Mal von der Thematik gehört hätten.

100722_uefter_schule_karte

Auch die Tatsache, dass der Anbau ausschließlich nicht-öffentlich durch die politischen Gremien gegangen sei, stößt bei den Gegnern des Anbaus bitter auf. „Das hat Ärger geschürt“, gibt Baumeister unumwunden zu.

Bei der Informationsveranstaltung am 27. Juli um 19 Uhr in der Gaststätte Triptrap können sich die Anwesenden noch in die Unterschriftenlisten eintragen. Ob die Listen noch an diesem Abend übergeben werden, sei noch nicht geklärt, sagt Baumeister. Empfänger der Unterschriftenliste werde – vermutlich – Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter sein. Die Hoffnung der Gegner ruhen nun auf der Politik. Baumeister: „Sie muss den Entschluss überdenken, denn die Verwaltung kann bei der jetzigen Lage nur den bestehenden Auftrag durchführen.“


Berthold Fehmer, Dorstener Zeitung, 21. Juli 2010
Quelle: http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/schermbeck/Schon-250-Unterschriften-gegen-den-Anbau;art4250,976247